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Bischöfe Bornewasser, Sebastian, Gauleiter Bürckel, Reichsinnenminister Frick, Goebbels (1935)

NS-Propaganda vor dem Dom: "Deutsche Jungens und Mädels
meidet die konfessionellen Jugendverbände"
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Obwohl die katholische Kirche vor 1933 den Nationalsozialismus in vielen Punkten ablehnte, meinte sie nach der Machtergreifung Hitlers, sich der neuen Zeit teilweise anpassen zu müssen. So übertrug das Trierer Domkapitel bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 1933 den Ordnungsdienst nicht der katholischen Jugend, sondern der SA. Im Vorfeld der Saarabstimmung 1935 entstand ein denkwürdiges Foto, das den Trierer Bischof Dr. Franz Rudolf Bornewasser mit diversen Nazigrößen beim Hitlergruß zeigt. Der halbherzige Hitlergruß des Bischofs illustriert sehr gut die zwiespältige Haltung der katholischen Kirche: Auf der einen Seite die deutliche Sympathie mit dem Antikommunismus der Nationalsozialisten und die pragmatische Anpassung, um die katholischen Institutionen vor dem Zugriff der Nationalsozialisten zu retten. Auf der anderen Seite die grundsätzliche Ablehnung der nationalsozialistischen Ideologie.
Doch diese Strategie nützte der katholischen Kirche nichts. Ab 1934 begann die NSDAP die katholischen Jugendverbände und ihre Mitglieder unter Druck zu setzen. Zuerst geschah dies durch Werbung, wie sie auf dem Banner in der Sternstraße (Foto) zu sehen ist.
Einige Zeit später wurden verbliebene Mitglieder der katholischen Jugendverbände massiv attackiert (vgl. den Bericht eines Zeitzeugen). 1937 schließlich wurden die katholischen Jugendverbände ganz verboten, nachdem man vorher ihre Aktivitäten immer mehr auf den Kirchenraum beschränkt hatte.
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