Stolpersteine

Dezentrale Mahnmale für Nazi-Opfer in Trier und Region

Das Projekt
Stolpersteine sind dezentrale Mahnmale zur Erinnerung an Menschen die im 3.Reich deportiert und ermordet wurden. Stolpersteine wurden erstmalig in Köln durch den Künstler Gunter Demnig entworfen und verlegt – seine Idee wurde seitdem in zahlreichen Städten realisiert. Name und Jahrgang der Opfer, das Jahr ihrer Deportation sowie Datum und Ort ihrer Ermordung werden in Messingplatten eingraviert, die fest mit Steinquadern verbunden werden. Die Stolpersteine werden von Gunter Demnig angefertigt und am letzten Wohnort der Opfer des Naziregimes ebenerdig ins Straßenpflaster gelassen.

Das Ziel
Damit die TriererInnen nicht vergessen werden, die den Nationalsozialisten aufgrund des Rassenwahns oder weil sie der Diktatur im Wege standen, deportiert und ermordet wurden. Zu den Opfern gehören Trierer Jüdinnen und Juden, politisch Andersdenkende, Geistliche, Sinti und Roma, Homosexuelle, Euthanasieopfer, Deserteure und Kriegsdienstverweigerer. Das Gedenken an die Opfer soll zur Wachsamkeit mahnen und der Wiederholung entgegen wirken, damit die rechte Ideologie nie wieder Fuß fasst. Stolpersteine sollen Meilensteine in der Gedenkkultur Triers werden.

Stolpersteine für Trier
Die Stolpersteine als Projekt für Trier wurden Ende 2003 gemeinsam vom Arbeitskreis „Trier in der NS-Zeit“ der AG Frieden (AGF) und dem Kulturverein Kürenz (KKV) aufgegriffen. Zum 8. Mai 2004 wurde die Idee der Öffentlichkeit an einem möglichen Stolpersteine-verlegungsort in Trier-Kürenz präsentiert und durch einen Vortrag des Künstlers am 26. Mai 2004 vorgestellt. Der Stadtvorstand gab grünes Licht für das Projekt. Der Kulturverein Kürenz und die AG Frieden entwickelten seitdem gemeinsam mit dem Historiker Dr. Thomas Schnitzler ein Konzept, recherchieren genaue Daten zu den Opfern und suchen UnterstützerInnen. AGF und KKV haben durch Dr. Thomas Schnitzler und mit Unterstützung von Studierenden der Universität Trier weitere Opferbiografien erstellt. Aufgrund dieser werden Stolpersteine bei Gunter Demnig in Auftrag gegeben. Für einzelne Stolpersteine sind zudem Würdigungsfeiern – teilweise mit Angehörigen – geplant oder fanden schon statt. Bis Ende 2011 wurden in Trier 122 Stolpersteine verlegt, weitere Verlegungen in den folgenden Jahren sind angedacht. Zudem wurden auch in umliegenden Gemeinden Stolpersteine verlegt, so in Hermeskeil (3 Steine) und Waldrach (6 Steine), in Talling sowie in Wiltingen.

Weitere Infos:
quadrat Info-Faltblatt zum Stolpersteine in Trier
quadrat Rundgang: "Stolpersteine erzählen"
quadrat Broschüre: "Stolpersteine erzählen"
quadrat Webseite: www.stolpersteine.eu



Stolpersteineverlegung

Stolpersteine
Paten gesucht
Für das Projekt oder einzelne Stolpersteine suchen wir jetzt Patinnen und Paten bzw. Patengruppen, die diese dezentralen Mahnmale finanzieren helfen.
Ein Stein kostet 120 Euro. Auch kleine Spenden für die Projektkosten (Recherche, Angehörigenkontakt etc.) sind willkommen und können ab sofort an die AGF oder den Kulturverein Kürenz mit dem Verwendungszweck „Stolperstein“ oder „Stolpersteinrecherche“ gespendet werden. Wer Fragen oder Hinweise hat, kann sich gerne an die AGF oder den Kulturverein Kürenz wenden.