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Stadtrundgang Trier in der NS-Zeit


DIE STATIONEN

Station1 Glockenstraße
Station2 Hauptmarkt
Station3 Brotstraße
Station4 "Kaufhaus Haas"
Station5 "Karl-Marx-Haus"
Station6 "Synagoge"
Station7 "Braunes Haus"
Station8 Dietrichstraße
Station9 Domfreihof
Station10 "Gefängnis"
Station11 Christophstraße
Station12 "Bischof-Korum-Haus"
Lageplan Lageplan


Station 6: "Synagoge"

Synagoge

Die alte Synagoge (1944)
(für eine Vergrößerung
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Die Trierer Synagoge – das jüdische Bet- und Lehrhaus - war am 9. September 1859 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht worden (Eine Beschreibung der Synagoge von Jacques Jacobs aus seiner Erinnerung).

Am Morgen des 10. November 1938 wurde das Innere der Synagoge geplündert und zerstört. Dreiundzwanzig der vierundzwanzig Thorarollen wurden verbrannt, nur eine konnte den Krieg über im Bistumsarchiv versteckt und damit gerettet werden. Mehr als 100 jüdische Männer wurden an diesem Tag verhaftet und ins Gefängnis in der Windstraße gebracht. Der Augenzeuge Karl Steinborn erinnert sich:
"Der Schulweg am nächsten Morgen (. . .) zum Hindenburg-Gymnasium führte meinen Freund und mich durch die Metzelstraße an dem an die Synagoge angelehnten Bethaus vorbei, hinter dessen zugezogenen Gardinen wir im Erdgeschoss öfters Juden beim Morgengottesdienst beobachten und hören konnten. Am Morgen des 10. Novembers jedoch waren die Fenster eingeschlagen, Kultgegenstände lagen verstreut umher."
(Trierischer Volksfreund, 9. 11. 1988).

Die Synagoge und ein angrenzendes Wohnhaus, in dem die Familie von Oberrabbiner Dr. Altmann gelebt hatte, wurden 1939 verkauft und 1944 durch Bombenangriffe völlig zerstört. Am 7. November 1985 errichtete die Stadt an diesem Platz einen Gedenkstein.


Beschreibung im Synagogen Internet Archiv