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JedeR jüdische HeimkehrerIn erhielt von der Stadt zur Begrüßung 100 Mark, zehn Flaschen Wein und Möbel für die ersten Wohnungen. Später errichtete man für die jüdischen BürgerInnen eine neue Synagoge und errichtete ein Mahnmal auf dem Hauptfriedhof.
Durch die Einwanderung von Jüdinnen und Juden aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist die Zahl der Gemeindemitglieder von 50-70 (1990) bis auf heute (2003) ca. 400 angewachsen.
Der Umgang mit der Nazivergangenheit fiel auch in Trier schwer. War die Scham über die von Deutschen und mitten in Trier begangenen Verbrechen zu groß? Man widmete sich "drängenderen" Fragen: dem Wiederaufbau, dem ideologischen Kampf gegen den neuen Feind im Osten, das stalinistische Russland. Immerhin glaubte die Trierer CDU 1949, den hochbelasteten Nazi-Juristen Globke zum Oberbürgermeister machen zu können. Das Vorhaben scheiterte an der SPD.
Ende der siebziger Jahre entfachte die SPD eine Diskussion in Stadtrat und Lokalzeitung, ob man Hitler und Reichsinnenminister Rust die Trierer Ehrenbürgerschaft aberkennen solle.
Die CDU-Ratsfraktion beharrte darauf, Hitler habe diese Würde durch seine Verbrechen längst verwirkt und man wolle nicht den Eindruck erwecken, die Stadt habe für einen solchen Beschluss 34 Jahre gebraucht...
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Blick in die zerstörte Grabenstraße
(links: Palaststr., rechts: Brotstr.)
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