Jakob ("Hermann") Möschel (1901-1932)
 Am Sonntag, dem 10. Juli 1932 feiern Sozialdemokraten mit ihren Familienangehörigen ein Sommerfest auf dem Pfalzeler Sportplatz. Unter den Feiernden ist auch Möschel, Buchdrucker bei der Zeitung "Volkswacht" und SPD-Gemeinderatsmitglied in Konz. Beim anschließenden Umzug wird die Festgesellschaft von Nazis angegriffen. Auf Kommando eines SA-Führers fallen kurz hintereinander Schüsse. Möschel bricht von fünf Geschossen in Bauch, Hals und Schulter getroffen zusammen. Ein SA-Mann schlägt mit einem Zaunpfahl auf den wie leblos liegenden Möschel ein. Dieser stirbt am nächsten Tag im Brüderkrankenhaus im Alter von 31 Jahren.
Der Sarg Möschel wird im Karl-Marx-Haus feierlich aufgebahrt. Die Beerdigung findet unter großer Anteilnahme der Trierer Bevölkerung statt. Am Trauerzug nehmen 5000 Menschen teil, die demonstrieren wollen, dass sie die Gewalttaten der Nazis verabscheuen. Nach der Machtübernahme der Nazis wird das Verfahren gegen die Mörder eingestellt.
(nach: Christoffel, Der Weg durch die Nacht, S.21-26).
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