Klaus Lohmann (1910-2002)

Lohmann wird im April 1938 Pastor der kleinen, evangelischen "Bekennenden Gemeinde" in Trier und bleibt es für 17 Monate. In dieser Zeit wird er ständig von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) überwacht und häufig zum Verhör zitiert. Er gehört zu den wenigen Pfarrer im ganzen Reich, die nach dem Novemberpogrom 1938 für die verfolgten Juden eintreten.
Später schrieb er: "Für mich waren die kurzen-langen Trierer Monate keine Sache meines Mutes, sondern meiner Überzeugung. Aber, bitte keine Heldenstory - ich hatte oft Angst (...) Ach, rückblickend muss ich sagen: hätte ich doch mehr Zivilcourage gehabt! Man hätte ja in Wirklichkeit ganz anders, viel deutlicher reden müssen! Aber dann, das ist nicht zu hoch gegriffen, wäre ich wohl nicht mehr unter den Lebenden. Und zum Märtyrer hatte ich wohl nicht das Zeug." Hätten nur mehr Menschen so viel Mut aufgebracht wie er.
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