Jacques Jacobs beschreibt das Äußere der Synagoge
aus seiner Erinnerung:

"Die Synagoge war ein äußerlich schmuckloser, unverputzter Sandsteinbau. Ein den Blick durchlassendes Gitter gab Eingang zu dem von einer Mauer abgeschlossenen Vorhof. Einige Stufen führten zum Eingang des Gebäudes; eine hebräische Inschrift über dem Eingang der Vorhalle bezeichnete die Bestimmung des Hauses. Das Innere der Synagoge war eindrucksvoll. Teppiche befanden sich in den zwei Gängen zwischen den drei Reihen Bänke des Erdgeschosses. Die mit Teppichen belegten Reihen reichten bis zu den Stufen, die zum Vorplatz der heiligen Lade führten. Ein großer Teppich zierte diesen Platz, über dem ständig eine rote Ewige Lampe leuchtete. Die heilige Lade selbst war ein Schrein, in dem die Thorarollen aufbewahrt wurden. Vor dem Schrein befand sich ein kostbarer Brokatvorhang (...) Vor der letzten Bank der Mittelreihe befand sich das Vorlesepult des Kantors auf einer Art Empore; rechts davon waren die Kanzel und links der Platz des Rabbiners - der Gemeinde zugewandt. Die vorderste Reihe der Mittelbank war für die Kinder reserviert."
(Jacques Jacobs, Existenz und Untergang der alten Judengemeinde der Stadt Trier, Trier 1984, S.33ff.)

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