Über die Verwüstungen in Trier berichtet der Augenzeuge Wilhelm Demuth:
"Stunden später habe ich mich aufgemacht ( . . . ) zu einem Streifzug durch Trier, vorbei an jüdischen Wohn- und Geschäftshäusern. Es war einfach grauenvoll. In der Brotstraße [im Haus Nr. 19, wo heute das Schuhhaus Hoffmann seine Verkaufsräume hat] befand sich ein Spezialgeschäft mit Kurzwaren. Helene Vasen, eine resolute Jüdin mittleren Alters, stand einem mit Rat und Tat zur Seite. Unmengen schönster Knöpfe für alle Zwecke lagen fein sortiert in Vitrinen und Regalen mit Schubladen. Hier sah alles furchtbar aus. Die Vandalen schlugen alles kurz und klein. Man konnte in den Knöpfen förmlich waten. Zu Tausenden lagen sie durcheinander zu einem Chaos zusammengeworfen auf dem Fußboden. In verschiedenen Wohnungen der Juden wurden die feinsten Möbelstücke durch die Fenster auf die Straße geworfen. Manch kostbares Stück rissen sich die Nazibonzen einfach unter den Nagel, zum bleibenden Andenken für Vollarier." (Trierischer Volksfreund vom 9. 11. 1988).
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