Klaus Barbie (1913-1991)

Barbie Als "externer" Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums lebt Barbie im Bischöflichen Konvikt in der Windstraße. Er engagiert sich im katholischen Männerfürsorgeverein, für den er auch im Gefängnis Dienst tut. Anfang der 30er Jahre wandelt er sich vom eifrigen Jungkatholiken zum überzeugten Nazi und besucht in Berlin die "Führerschule" der SS.
Nach einer Zwischenstation in Amsterdam, wird er 1942 Gestapo-Chef in Lyon und zu einem der meistgehassten Männer im besetzten Frankreich. Sein Dienstsitz im "Hotel Terminus" wird schnell zum Inbegriff von Folter und Terror. Obwohl Barbie nach 1945 auf der Liste der gesuchten Kriegsverbrecher steht, wird er vom US-Geheimdienst angeworben und mit Hilfe vatikanischer Diplomaten nach Bolivien geschleust. Dort nennt er sich "Altmann" - nach dem Oberrabbiner von Trier, der durch die Gestapo in Holland verhaftet und in Auschwitz ermordet worden war.
Barbie wird Berater der bolivianischen Militärdiktatoren und hilft beim Aufbau des Geheimdienstes und der Armee. In einem Interview äußert er sich zu seiner SS-Vergangenheit: "Ich bin bereit das wieder zu tun, tausendfach wieder zu tun, was ich gemacht habe". Erst 1983 - als die Diktatur in Bolivien abdankt - wird Barbie nach Frankreich ausgeliefert und in Lyon wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu lebenslanger Haft verurteilt. Er stirbt 1991 in der Haft.


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