Dr. Adolf Altmann (1879-1944)

Am 1. August 1920 wird Altmann zum Oberrabbiner in Trier gewählt. Zeitgenossen schildern ihn als glänzenden Redner, als Vorbild für Charakterstärke und Pflichterfüllung, sowie als geistigen Orientierungspunkt seiner Gemeinde. Er ist gerngesehener Gast bei festlichen Veranstaltungen der Stadt, aber auch von kulturellen und patriotischen Organisationen.
Im März 1938, als die Verhältnisse in Trier immer unerträglicher werden, entschließt er sich mit seiner Familie zur Flucht nach Holland. Doch auch dort holen ihn die Nationalsozialisten ein. Im September 1943, kurz nach Vollendung seines 64. Geburtstages, wird er mit seiner Familie gefangengenommen und in die KZs Westerbork, Theresienstadt und Auschwitz verschleppt. Dort stirbt er nach wenigen Wochen an Hunger und Entkräftung.
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